Der Helga-Moericke-Preis würdigte Schulen, die Demokratie nicht nur unterrichten, sondern im Alltag leben. Ausgezeichnet wurden Schulen, die Beteiligung, Verantwortung, Soziales Lernen, diskriminierungskritische Schulentwicklung und eine demokratische Schulkultur sichtbar und nachhaltig verankert haben.
Von 2016 bis 2023 wurde der Preis durch die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) vergeben. In dieser Zeit machte die DeGeDe deutlich: Demokratiepädagogik ist kein Zusatzthema, sondern gehört ins Zentrum von Schulentwicklung. Kinder und Jugendliche brauchen Räume, in denen sie mitentscheiden, Verantwortung übernehmen, Konflikte konstruktiv bearbeiten und Selbstwirksamkeit erfahren können.
Mit dem Helga-Moericke-Preis wurden Schulen sichtbar gemacht, die diesen Weg bereits gegangen sind. Ihre Projekte und Entwicklungsprozesse zeigten beispielhaft, wie demokratische Haltung im Schulalltag konkret werden kann: im Klassenrat, in Beteiligungsformaten, in diskriminierungskritischen Konzepten, in einer wertschätzenden Kommunikationskultur und in der gemeinsamen Verantwortung aller an Schule Beteiligten.
Die Ausschreibungen, Jurysitzungen und Preisverleihungen wurden über viele Jahre von der DeGeDe getragen und begleitet. Die Preisvergabe wurde von Seiten der DeGeDe durch Ulrike Kahn und Dr. Christa Schäfer koordiniert, inhaltlich begleitet und über viele Jahre mit großem Engagement gestaltet. Unterstützt wurde die Arbeit unter anderem von Hella Sobottka von Demokratisch Handeln sowie von Sabine Huffmann, Vertreterin der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Dadurch entstand ein wichtiger öffentlicher Raum für Schulen, die Demokratiebildung ernst nehmen und mutig weiterentwickeln.
Seit 2024 ruht der Preis. Eine weitere Ausschreibung fand seitdem nicht statt. Gleichzeitig wirken viele der Impulse weiter. Berlin hat den Klassenrat inzwischen im Schulgesetz verankert. Viele Schulen sind auf dem Weg, Beteiligung und demokratische Schulentwicklung verbindlicher in ihrer Praxis zu verankern.
Die DeGeDe freut sich, mit dem Helga-Moericke-Preis über viele Jahre dazu beigetragen zu haben, demokratische Schulentwicklung sichtbar zu machen, engagierte Schulen zu stärken und anderen Schulen Mut für eigene Entwicklungswege zu geben. Der Preis bleibt damit ein wichtiger Baustein in der Geschichte der Demokratiepädagogik in Berlin.
Im Rahmen der 3D Schulkultur gibt es acht Qualitätsfelder, in denen Schulen tätig sein können. Diese acht Qualitätsfelder sind angelehnt an den Handlungsrahmen Schulqualität in Berlin. Sie betreffen:
Die Leo-Lionni-Grundschule
Die Leo-Lionni-Grundschule
2022Theodor-Storm-GrundschuleWilma-Rudolph-Oberschule
Bericht der Preisverleihung
2021Gustav-Falke GrundschuleHauptmann-von-Köpenick GrundschuleGemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli
Bericht der Preisverleihung
2020Havelmüller GrundschuleHelmuth-James-von-Moltke Grundschule
2019 Kategorie Grundschule: Grundschule im Gutspark
2019 Kategorie Oberschule: Max-Beckmann-Oberschule
2019 Kategorie Förderschule: Schule am Mummelsoll
2018 Kategorie Grundschule: Kolumbus Grundschule
2018 Kategorie Oberschule: Jean-Krämer-Schule Wittenau
2017 Kategorie Grundschule: Leo-Lionni-Grundschule
2017 Kategorie Oberschule: Kopernikus-Oberschule
2016 in Gold: Konrad-Agahd-Schule Neukölln
2016 in Silber: Robert-Blum-Gymnasium
2015 Johanna-Eck-Schule
2014 Randow-Grundschulen Berlin
2013 Kurt-Tucholsky-Grundschule Berlin
2012 Evangelische Schule Berlin Zentrum
2011 Paul-Löbe-Schule in Kooperation mit Aufwind e.V.
2010 Werkstatt Soziales Lernen in der Carl-von-Linné-Schule
2009 Fachkonferenz Soziales Lernen der Jens-Nydahl-Grundschule
Der Preis ist der engagierten Dr. Helga Moericke gewidmet. Sie war Studienrätin und Frauenvertreterin in Reinickendorf. Während ihrer schulischen Tätigkeit und im Rahmen von Fortbildungen und Supervisionen für Lehrkräfte hatte sie maßgeblichen Anteil an der Etablierung des Konzeptes zum Sozialen Lernen für Mädchen und Jungen an den Berliner Schulen. Als sie 2008 verstarb, wurde ihr zu Ehren dieser Preis von dem Verein Frauen und Schule geschaffen. Dieses Konzept ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil des schulischen Lebens, vor allem an Grundschulen, geworden. Allerdings etabliert es sich immer mehr auch im Bereich der Oberschule. Die Konzepte zum sozialen Lernen sind Grundlage der übergreifenden Themen Gewaltprävention und Demokratiebildung der Berliner und Brandenburger Rahmenlehrpläne. Es ist an der Zeit, dass dieser Preis unter dem Dach der Demokratiepädagogik richtigsweisend für eine demokratische, dieversitätssensible sowie diskriminierungskritische Schulentwicklung steht.
Der Helga-Moericke-Preis zeichnet Schulen aus, die eine demokratische, diskriminierungskritische und diversitätssensible Wertekultur besitzen. Die Schulen machen diese 3 D-Lern- und Schulkultur in Projekten, Programmen und Schulentwicklungsbausteinen sichtbar. Sie...
Preisverleihung des Helga-Moericke-Preis 2020 durch die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) und die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) Die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik hat auch in 2020 in Berlin wieder den...
Seit Jahren wird in Berlin unter der Schirmherrschaft von Frau Sandra Scheeres (Senatorin für Bildung, Jugend und Familie) durch die DeGeDe der Helga-Moericke-Preis in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie verliehen. Er würdigt die...
| Beginn | 2014 |
| Ende | 2023 |