9. Februar – 6. Juli 2026
19:00 – 20:30 Uhr
Onlineveranstaltung
In Inputs, Diskussionen und praxisnahen Sessions werden zentrale Herausforderungen der Demokratiebildung aufgegriffen – die Veranstaltungen verbinden Expertise aus Wissenschaft, Schule, Praxis und Zivilgesellschaft und bieten Raum für kollegialen Austausch, Vernetzung und konkrete Handlungsperspektiven.
Die Veranstaltungen sind kostenlos und finden in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau statt. Für Spenden sind wir immer dankbar.
Programm
Montag, 9. Februar 2026 - Neutral, aber nicht neutralisiert: Wie Schulen Demokratie stärken können
Was dürfen Schulen, Lehrkräfte und Pädagog:innen tun, um Demokratie und Grundrechte aktiv zu stärken – und wo liegen die tatsächlichen Grenzen des Neutralitätsgebots?
Immer häufiger geraten Schulen ins Visier rechtsextremer Akteur:innen, die mit Kampagnen, Beschwerden oder diffamierenden Vorwürfen versuchen, politische Bildung zu delegitimieren. Viele Lehrkräfte fragen sich: Welche Haltung ist rechtlich abgesichert? Wie können wir auf solche Angriffe reagieren? Und wie gelingt Demokratiebildung, ohne sich einschüchtern zu lassen?
Mit Inputs von:
- Manuel Liebig (Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau)
- Simone Fleischmann (Präsidentin Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.)
– Anmeldung geschlossen –
Dienstag, 10. März - Demokratie gestalten – gemeinsam stark! Vernetzung, Wirkung und Förderung in unsicheren Zeiten
Die Veranstaltung bringt Engagierte aus Partnerschaften für Demokratie, Bündnissen und zivilgesellschaftlichen Initiativen zusammen. Diskutiert werden Chancen und Grenzen von Vernetzung: Wo lohnt Zusammenarbeit wirklich? Wie gelingt Agenda-Setting auf kommunaler Ebene? Welche innovativen Ansätze sind im lokalen Raum erfolgreich? Und wie sichern kleinere Organisationen die Finanzierung ihrer Projekte?
Referent:innen:
- Timo Reinfrank (Geschäftsführer Amadeu Antonio Stiftung)
- Brigitte Geißel (Goethe-Universität Frankfurt – Forschungsstelle Demokratische Innovationen)
(Anmeldung folgt)
Dienstag, 14. April - Digitale Beteiligung organisieren – Chancen, Tools und Grenzen
Digitale Plattformen und soziale Medien sind zentrale Orte demokratischer Kommunikation – und zugleich Angriffsflächen. Wie können digitale Beteiligungsprojekte organisiert, moderiert und gesichert werden? Vorgestellt werden kreative Praxisbeispiele und Werkzeuge mit dem Ziel, sich weiter zu vernetzen und Engagierte im digitalen Raum zu empowern und die Sichtbarkeit demokratischer Inhalte zu erhöhen.
Impulse & Best Practice:
- Linda Kastrup (Sprecherin Fridays for future/Koordinatorin #reclaimTikTok)
- Nicole Rauch (JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis)
(Anmeldung folgt)
Dienstag, 28. April - Rechte Diskurslogiken delegitimieren – kulturelle Hegemonie zurückerobern
Der öffentliche Diskurs ist geprägt vom Krisenmodus und scheinbar unlösbaren Problemen. Rechte Akteure wissen das zu nutzen und beeinflussen zunehmend Sprache, Emotionen und Deutungsmuster. Wie können demokratische Kräfte kulturelle Hegemonie zurückgewinnen, eigene Narrative entwickeln und emotionale Wirksamkeit entfalten – ohne populistisch zu werden?
Diskutiert werden kommunikative Strategien, ethische Grenzen und die Frage: wie können wir mit Hilflosigkeit und schlechten Nachrichten umgehen, um die Zukunft wieder in die Hand zu nehmen?
Input:
- Matthias Quent (Professor für Soziologie an der Hochschule Magdeburg-Stendal, neues Buch „Keine Macht der Ohnmacht. Wie wir Krisen bewältigen und uns gegen Faschismus wehren | Strategien gegen Resignation und Rechtsruck“)
(Anmeldung folgt)
Donnerstag, 18. Juni - Die Neue Rechte und ihr Konzept der Remigration – Aufklärung, Haltung, Handlungskompetenz
Der Begriff „Remigration“ ist zum zentralen Schlagwort der extremen Rechten geworden – ein vermeintlich technischer Ausdruck, der jedoch einen radikalen Angriff auf die Grundwerte des Grundgesetzes und die Menschenwürde darstellt. Hinter dieser Rhetorik stehen Deportationsfantasien und die systematische Delegitimierung des demokratischen Verfassungsstaats.
Das Online-Format bietet Aufklärung, Orientierung und konkrete Handlungsperspektiven für Menschen, die in Schule, Jugendarbeit, Verwaltung oder Zivilgesellschaft tätig sind.
Beleuchtet werden historische Bezüge (von „Ausländerpolitik“ bis Ethnopluralismus), aktuelle Strategien rechtsextremer Akteur:innen und ihre Wirkung auf Sprache, Medien und Alltagsdiskurse.
Zugleich geht es um die pädagogische und kommunikative Praxis: Wie kann man auf „Remigrations“-Narrative reagieren – sachlich, klar und zugleich menschlich? Welche Materialien, Argumentationshilfen und Projekte gibt es bereits?
Input:
- Floris Biskamp (Universität Tübingen)
(Anmeldung folgt)
Montag, 6. Juli - Vielfalt der Jugendbeteiligung – Jugendliche gestalten Demokratie!
Wie lässt sich Jugendbeteiligung lebendig, vielfältig und inklusiv gestalten? Vorgestellt werden erfolgreiche Modelle – von Jugendräten über Projektausschüsse bis zu selbstorganisierten Gruppen. Diese Sichtbarmachung der Beteiligungsvielfalt gibt Anstöße für eine weitere Vernetzung von Akteur:innen und der Förderung neuer Initiativen.
Teilnehmende können eigene Projektideen einreichen und vorstellen: Wie kann Beteiligung gelingen, wo braucht es Unterstützung, und wie lassen sich Strukturen nachhaltig verankern?
Inputs:
- Ludwig Gasteiger/Daniel Wagner (KJR Dachau, Erasmus+ Projekt „Vielfalt der Beteiligung)
- Pia Bittner (BJR – Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung)
(Anmeldung folgt)