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Liebe Interessierte, liebe Mitglieder,

die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sind vorbei – der Wind hat sich aber noch längst nicht gelegt. Gleichzeitig laufen Förderprogramme aus und für neue stehen die Rückmeldungen noch aus. Der Deutsche Schulpreis wurde verliehen und zeigt beispielhaft, wie Schülerinnen und Pädagoginnen aber zusammenarbeiten und -gestalten können. Der 21. Demokratietag in Rheinland-Pfalz ging gerade zu Ende und zeigte auch wieder einmal die "Macht der Demokratie" auf.
Es ist also einerseits eine unsichere Zukunft demokratiepädagogischer Arbeit, doch gleichzeitig sehen wir tolle Aktionen und Projekte, ehrenamtliche Initiativen und Stiftungen, die sich für Schule und Demokratie weiter und immer stärker einsetzen!
Die Veranstaltungen des Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft greifen wir nun für diesen Newsletter einmal heraus: Die letzte Veranstaltung im März fand vor dem sehr frischen Eindruck des auslaufenden Demokratie leben!-Programms statt und die nun kommende Online-Diskussion am 21.10. blickt mit Initiativen vor Ort auf die Auswirkungen der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt auf Bildung in Schule, Ehrenamt und Verwaltung.

Wir haben in diesem Newsletter zudem wieder verschiedene Ankündigungen, Termine und Veröffentlichungen, die uns aus unserem Netzwerk erreichten und die wir hiermit gern mit euch teilen.

Viele Freude und Inspiration beim Lesen wünscht das Team der Geschäftsstelle der DeGeDe!

____Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft____

Impulse und Perspektiven aus Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl

Eine Veranstaltung des Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft
21. Oktober 2026 // 13:30-15:00 Uhr

Am 21. Oktober 2026 möchte das Bündnis in einer Fishbowl-Diskussion Bildungs-Perspektiven auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt aufzeigen.
Dort werden unterschiedliche Stimmen aus dem Land gehört, die ihre Perspektive auf die Bildungslandschaft in Sachsen-Anhalt teilen und kommentiert, welche Auswirkungen wir von den Wahlergebnissen auf sie erwarten. Dafür wurden Mitglieder des Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft eingeladen, ihre Perspektiven aus dem Land zu teilen, um gemeinsam in den Austausch zu treten. Was sind die Herausforderungen, wie begegnen wir ihnen und welche Unterstützungsmöglichkeiten ergeben sich?
Diese Themen setzen den Impuls für dieses 90-minütige digitale Austauschformat.
Die Fishbowl wird außerdem von folgenden Personen mit Impulsen unterstützt:

Martin Hanusch, Referatsleitung „Demokratiebildung, Engagementförderung, Extremismus, Erinnerungskultur und historische Bildung“ und Leitung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt,
Karin Hinze, Beauftragte für Engagement und Projektförderung I Koordinatorin Engagierte Stadt der Stadt Dessau,
Justus Storch, Vorstand des Bundesverbandes der Freien Alternativschulen e.V.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und eine rege Beteiligung an der Diskussion.

Zur Anmeldung:
____Veranstaltungen____

Netzwerkveranstaltung „Islamismusprävention im Spannungsfeld von Religionskritik und (Anti-)Rassismus“

15. Oktober 2026, 16.00 – 19.00 Uhr in Berlin mit Tariq Butt

Lehrkräfte stehen im Umgang mit religionsverbundenen Konflikten häufig vor einer doppelten Herausforderung. Einerseits müssen religiös begründete Überlegenheitsvorstellungen, autoritäre Positionierungen sowie Zugehörigkeits- und Konformitätsdruck erkannt und kritisiert werden können. Andererseits besteht die berechtigte Sorge, Schüler:innen zu diskriminieren, gesellschaftlichen Rassismus zu übersehen oder rassistische Deutungen zu reproduzieren. Der Workshop entwickelt Kriterien, um beide Anforderungen gemeinsam zu bearbeiten.
Die Fortbildung beschäftigt sich unter anderem mit folgenden Fragen:
  • Was macht Rassismus aus und wie unterscheidet er sich von begründeter Kritik?
  • Wie lässt sich Religion kritisieren, ohne religiöse Schüler:innen abzuwerten?
  • Wann können auch gut gemeinte antirassistische Ansätze zu unterschiedlichen Maßstäben oder niedrigen Erwartungen führen?
  • Wie lassen sich islamistische Positionierungen im Schulalltag erkennen und pädagogisch bearbeiten?
Anhand konkreter schulischer Situationen werden Kriterien für eine differenzierte Einordnung entwickelt. Die erarbeiteten Unterscheidungen werden mit Blick auf den Schulalltag auf ihre Tragfähigkeit geprüft. Ziel ist es, die Urteilssicherheit bei der Einordnung religionsverbundener Konflikte und islamistischer Positionierungen zu stärken und daraus begründete pädagogische Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.

Anmeldungen bitte an: martin.brandt@devi.berlin
____ Save the Date ____

Fachtagung: „fair@school: Diversität an Schulen leben und Diskriminierungsschutz an Schulen verankern“

15. Dezember 2026, 11–18 Uhr, Aula des GLS Campus | Kastanienallee 82, 10435 Berlin
Schule ist ein zentraler Ort demokratischer Bildung – und zugleich ein Ort, an dem Menschen Diskriminierung erleben und Ungleichheiten sichtbar werden. Mit diesem Spannungsfeld befassen wir uns bei der Fachtagung „fair@school“, indem wir die aktuelle Forschung, die Rechtslage und praktische Erfahrungen miteinander ins Gespräch bringen.
Im Zentrum stehen diese Fragen:
  • Wie kann Schule ein Raum der Teilhabe, Anerkennung und Chancengerechtigkeit für alle werden?
  • Welche Forschungserkenntnisse gibt es zu Diskriminierung im Bildungssystem?
  • Welche Herausforderungen prägen den schulischen Alltag?
  • Welche Perspektiven eröffnen sich für eine diskriminierungskritische und diversitätssensible Schul- und Unterrichtsentwicklung?
Wie diskriminierungssensible Bildungsarbeit in Schulen umgesetzt werden kann, zeigen Praxisbeispiele aus dem Wettbewerb fair@school der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und des Cornelsen Verlags, der jährlich herausragende Schulprojekte für Vielfalt und Diskriminierung auszeichnet.
Die Tagung richtet sich an Personen aus Schulpraxis, Bildungspolitik und Wissenschaft.
____ Weiterbildung ____

Moderator*innen-Weiterbildung
Kinder- und Jugendbeteiligung in Nordrhein-Westfalen

Ab März 2027

Du kennst Menschen, die Kinder- und Jugendbeteiligung professionell gestalten wollen? Dann leite diese Info gerne weiter oder melde Dich selbst an!
Von März 2027 bis Mai 2028 findet die Moderator*innen-Weiterbildung für Kinder- und Jugendbeteiligung in Nordrhein-Westfalen statt.
Die Weiterbildung verbindet aktuelles Fachwissen mit viel Praxis: Du lernst, Beteiligungsprozesse mit Kindern und Jugendlichen professionell zu initiieren, zu moderieren und nachhaltig in Strukturen zu verankern. Ein besonderer Bestandteil ist ein eigenes Praxisprojekt, das du bereits während der Weiterbildung entwickelst und umsetzt.
Auf dem Programm stehen unter anderem:
  • Grundlagen der Kinder- und Jugendbeteiligung
  • Moderation und Visualisierung von Beteiligungsprozessen
  • Methoden für analoge und digitale Beteiligung
  • Projektmanagement
  • Planung, Durchführung und Evaluation eines eigenen Beteiligungsprojekts
  • Reflexion der eigenen Haltung und Praxis
Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendarbeit, politischen Bildung, Stadtplanung, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie an alle, die Kinder- und Jugendbeteiligung aktiv und innovativ gestalten wollen.
Termine:
03.–05.03.2027
08.–10.06.2027
20.–22.10.2027
26.–28.01.2028
10.–12.05.2028
Ort: LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho
Teilnahmegebühr: 2.335 € zzgl. Übernachtung und Verpflegung
Anmeldeschluss: 11.12.2026

Hier geht es weiter zur Anmeldung.
____ Veröffentlichung und Video ____

Lehrvideo
Unterrichtsimpuls zum Thema Heterogenität

Deutsches Kindeshilfswerk

Wie kann kinderrechtebasierte Demokratiebildung in der Ausbildung pädagogischer Fachkräfte verankert werden? Das Lehrvideo greift einen Unterrichtsimpuls aus dem praxisnahen Seminarkonzept des Deutschen Kinderhilfswerkes auf und zeigt anhand des Themas Heterogenität, wie Demokratiebildung und Kinderrechte im Fachschulunterricht vermittelt werden können.

Das Video finden Sie hier.

____Publikationen____

Unsere Demokratie schützen
Wie Rechtsstaat, Gewaltenteilung und Bürgerrechte zusammenwirken

Von Carla Riepenhoff
Demokratie wird häufig aus der Perspektive der Politik erklärt. Dieses Buch erweitert den Blick: Es führt verständlich in zentrale Begriffe des demokratischen Systems ein und zeigt, wie die im Grundgesetz verankerte Staatsgewalt organisiert ist und wie sie vom Volk ausgehen soll.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur politische Institutionen, sondern vor allem die Bürger*innen als handelnde Akteur*innen. Carla Riepenhoff macht deutlich, welche Möglichkeiten sie haben, über Legislative, Exekutive und Judikative Einfluss zu nehmen, Rechte wahrzunehmen und Demokratie aktiv mitzugestalten.
Praxisnahe Hinweise ergänzen die Einführung und zeigen, wie demokratische Beteiligung konkret aussieht.

Das Buch ist im Wochenschau Verlag erschienen: hier

Demokratiebildung im Philosophieunterricht

herausgegeben von Christian Thein, Kerstin Gregor-Gehrmann und Jule Bärmann
Wie kann Philosophieunterricht Demokratiebildung stärken? Die Autor*innen zeigen, wie philosophisches Denken Schüler*innen dabei unterstützt, zu urteilen, zu begründen und demokratische Fragen sachlich zu durchdringen.
Beiträge aus Philosophiedidaktik, benachbarten Fachdidaktiken und Erziehungswissenschaft verbinden normative Perspektiven mit empirischer Forschung. Im Mittelpunkt steht die Frage, was philosophische Reflexion im Unterricht leistet: Sie schärft Begriffe, öffnet Räume für begründete Kontroversen und fördert demokratische Urteilskraft.
Der Band richtet sich an Lehrkräfte, Referendar*innen, Hochschullehrende und Wissenschaftler*innen, die Philosophieunterricht als Ort demokratischen Lernens weiterdenken wollen – in allen Jahrgangs- und Sekundarstufen.

Das Buch ist im Wochenschau Verlag erschienen: hier.

Geschlechterstereotype in Schulbüchern
Eine qualitative Inhaltsanalyse aktueller Politikschulbücher

Von Jonathan Vogt
Geschlechterdarstellungen in Schulbüchern sind schon lange ein Thema der erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Forschung. Für Politikschulbücher fehlte bislang jedoch eine systematische Analyse. Diese Dissertation schließt diese Lücke. Der Autor untersucht aktuelle hessische Politikschulbücher und analysiert, wie Geschlecht in ihnen dargestellt und thematisiert wird. Anhand konkreter Beispiele aus Texten und Bildern zeigt er auf, wo stereotype Muster fortbestehen, beispielsweise bei den Themen Elternschaft, Berufstätigkeit, Führungspositionen und politische Ämter. Dabei hinterfragt der Autor kritisch, ob sich ungleiche Darstellungen allein durch die Thematisierung von Geschlechterungleichheiten erklären lassen – oder ob solche Deutungen nicht zu kurz greifen.

Das Buch ist im Wochenschau Verlag erschienen: hier.

Der Klassenrat – ohne mich?
11 Impulse für Lehrkräfte

DeVi - Verein für Demokratie und Vielfalt
Der Verein für Demokratie und Vielfalt hat mit dem Heft Der Klassenrat – ohne mich? 11 Impulse für Lehrkräfte Impulse rund um das Thema Klassenrat zusammengetragen.
Der Broschüre ist kostenlos digital verfügbar oder kann über die Website des Vereins bestellt werden.

Mehr Informationen finden Sie hier.