Aktivitäten

2. bundesweiter Demokratietag 2016

Motto des Demokratietags: Meine Werte, Deine Werte: Unsere Werte

Die Gäste des 2. Demokratietags werden durch Philipp Antony, Heinrich-Böll‐Stiftung; Kurt Edler, Vorsitzender der DeGeDe und Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags begrüßt.
An der ersten Station auf dem Weg des Demokratietags durch die Welt der Werte machen wir Halt bei den eigenen Werten. Jugendliche, Pädagog*innen und Eltern sowie Menschen aus Verwaltungen und NGO’s stellen in 60 Sekunden ihre Werte vor. Der Rundgang durch die Welt der Werte wird moderiert von Dilan Aytac, DeGeDe und Anna-Lilja Edelstein, Junge Islam Konferenz

In 10 Impulsworkshops werden von bundesweiten Programmanbietern Möglichkeiten vorgestellt, wie Demokratiepädagogik nachhaltig in der Schule verankert werden kann. (Hier im Bild: Fairplayer und Lernen durch Engagnement)
(das Programm der Impulsworkshops)

Das Barcamp zum Thema Werte und Demokratie in der Schule startete um 11:15 mit einer Sessionplanung. Anschließend fanden drei Sessions á 45 Minuten statt.
Im Barcamp fanden Diskussionen zu unterschiedlichen Fragestellungen und demokratiepädagogische Übungen statt bzw. wurde das Kennenlernen von wirksamen Projekten und Programmen ermöglicht.
(mehr zu den Angeboten)
Im Bild: House of Rights Tour – Ein demokratisches Aufklärungsprojekt von DeutschPlus e.V. vorgeschlagen von Van Bo Le-Mentzel, Jana Rieger; Konrad Agadh Schule, die den Helga-Moericke-Preis gewonnen hat)

Die Kinderrechte sind in der Schule noch lange nicht verwirklicht. Gemeinsam mit Landesschüler*innenvertretungen machen die Partner des Demokratietags in einer Aktion auf diese Herausforderung aufmerksam. Diese Aktion wurde am Wochenende vor dem Demokratietag mit Unterstüztung des Deutschen Kinderhilfswerkes vorbereitet. Es entstand ein Video und ein Aufruf.
(mehr zu dem Aufruf) ( zu der Unterschriftenliste)

Zum Veranstaltungskonzept

Die DeGeDe und die Schulen des DemokratieErleben-Preises 2015 und die unterstützenden Organisationen hatten eingeladen zum 12.September 2016 zum zweiten Demokratietag in die Heinrich-Böll-Stiftung nach Berlin ein. Gemeinsam mit demokratiefördernden Initiativen wollte die DeGeDe für Jugendlichen und Erwachsenen aus Schulen Einblicke in demokratisch gelebte (Schul-)Praxis geben. Es war ein Forum zum Austausch, Vernetzen und zum Diskurs über Qualitätsstandards demokratie-pädagogischer Aktivitäten in all ihren Facetten und Themen an. Teilnehmende Jugendliche, Pädagog*innen und Eltern konnten sich inspirieren lassen und vielfältige Anregungen zu beispielhaften demokratiefördernden Programmen von Bildungsinitiativen sowie aus der Kinder- und Jugendarbeit holen. So kann die Entscheidung reifen, sich 2017 an der Ausschreibung zum Preis für demokratische Schulentwicklung „DemokratieErleben“ zu beteiligen.
Auf dem zweiten bundesweiten Demokratietag wollten wir mit allen Beteiligten ins Gespräch kommen, welche Werte zentral sind für ein Wertefundament in unserer Demokratie, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt und einen positiven Umgang miteinander, vor allem in der Schule, fördert.
Der gesellschaftliche Wandel sowie Migration und Integration verändern unsere Gesellschaft in Deutschland (aber auch  in Europa und der gesamten Welt), in der Werte, Normen und Handlungs-weisen stets neu ausgehandelt werden. Unsere pluralistische Demokratie zeichnet sich dadurch aus, dass verschiedene Wertvorstellungen, Interessen und Denkweisen nebeneinander existieren dürfen; unsere Demokratie lebt von diesem (Werte-)Pluralismus. Dabei können Werte, die für bestimmte Gruppen oder Individuen wichtig sind, für andere unwichtig sein. Hieraus ergibt sich ein Konfliktpotenzial, das vor allem in der Schule, die alle Kinder und Jugendliche und ihre Familien in sich vereint, zu Wertekonflikten führen kann. Welche Rolle spielen (gemeinsame) Werte, um ein gelingendes Miteinander unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen zu fördern? Wie definieren wir diese Werte und welche Werte sind für uns von Bedeutung? Wie können Werte in der schulischen Gemeinschaft ausgehandelt werden bzw. als Kompromiss in der Schule toleriert und akzeptiert werden?