Demokratie lernen & leben

16.11.15 22:01 Alter: 2 yrs

Preis für demokratische Schulentwicklung - DemokratieErleben wurde heute verliehen

Kategorie: Aktuell, Schulentwicklung

 

Der "Preis für demokratische Schulentwicklung - DemokratieErleben" wird heute erstmalig vergeben. Er steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Dr. h.c. Gesine Schwan und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Edelstein und wird von der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) getragen, die ihn zusammen mit der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Förderprogramm "Demokratisch Handeln", der Zukunftsstiftung Bildung der GLS Treuhand und der Freudenberg Stiftung an drei Schulen verleiht. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Freie Schule Leipzig

19 Schulen haben sich mit umfangreichen Portfolios um den Preis
beworben. Die Jury hat drei Schulen für die drei Hauptpreise ausgewählt:

1. Preis: Neckarschule Grundschule, Mannheim, Baden-Württemberg 
              (3.000Euro)
2. Preis: Carolus-Magnus-Gymnasium, Übach-Palenberg,
              Nordrhein-Westfalen (1.000 Euro)
2. Preis: Freie Schule, Leipzig, Sachsen (1.000 Euro)

Mit dem "Preis für demokratische Schulentwicklung -
DemokratieErleben" werden Schulen ausgezeichnet, in denen Kinder und
Jugendliche gemeinsam mit Erwachsenen Demokratie in besonderem Maße
lernen, leben und gestalten können. Schulen, die sich für eine inklusive
Schulkultur stark machen, die Beteiligung großschreiben und die
internationale und kulturelle Vielfalt schätzen.

Ralf Fücks (Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung) unterstreicht:
"Schulen spielen eine Schlüsselrolle bei der Vermittlung demokratischer
Werte. Sie sind Lernorte der Demokratie. Diesen Auftrag wollen wir mit
dem Preis für demokratische Schulentwicklung hervorheben und die Schulen
dabei unterstützen."

Kurt Edler (Erster Vorsitzender der DeGeDe): "Die Bundesrepublik kann
sich eine Schule, in der Demokratiepädagogik nur unter ferner liefen
vorkommt, einfach nicht mehr leisten." Edler fügt mit Blick auf den
ersten Preisträger hinzu: "Es ist wunderbar, wenn eine Grundschule wie
diese es schafft, ein Ort echten gesellschaftlichen Zusammenlebens zu
sein. Wer so lernt und lebt, erzeugt Freude an der Mitwirkung. Es gibt
kein besseres Rezept gegen autoritäre Verführung jedweder Richtung." 

Ulrike Kahn (Stellv. Vorsitzende der DeGeDe) hebt als Besonderheiten
der 2. Preisträger hervor: "Die Schüler*innen des
Carolus-Magnus-Gymnasiums und der Freien Schule Leipzig haben sich auf
den Weg gemacht, aufrechte Demokrat*innen zu werden, um aktiv politisch
zu handeln. Sie haben erreicht, dass es nachhaltige Strukturen der
Mitbestimmung an ihren Schulen gibt."

In den ausgezeichneten drei Schulen wirken die Kinder und Jugendliche
besonders aktiv und verantwortlich mit, die Demokratie zu gestalten:
"Eine demokratische Schulkultur ist kein Luxus, sondern Demokratie in
der Schule ist der Ernstfall, und sie muss im Zentrum der Aufgabe
stehen, die Schule zu erfüllen hat", so der Schirmherr des Preises,
Prof. Wolfgang Edelstein.

Schulen, in denen Demokratie gelebt wird, können gerade jetzt einen
Beitrag leisten, Flüchtlingskinder auf ihrem Weg in unsere Gesellschaft
zu unterstützen. Demokratische Pädagogik ist ein elementarer Beitrag zur
Politischen Bildung.

Am Dienstag, den 17.11.2015 stellen die Preisträgerschulen und weitere
Schulen, die sich um den Preis beworben haben, ihre Arbeit auf dem
ersten bundesweiten Demokratietag vor.