Demokratie lernen & leben

12.04.13 17:26 Alter: 5 yrs

4. Kinderkonferenz im Rahmen des "Hands for Kids"-Programms

Kategorie: Aktuell, Berlin

 

Zu dieser Kinderkonferenz am 15. April 2013 kommen 280 Kinder aus 20 Berliner Grundschulen und vier Kitas, die sich an dem Grundwerteprogramm "Hands for Kids" beteiligen, in die Beletage der Heinrich-Böllstiftung in Berlin. Zu der Konferenz ist auch die Staatssekretärin Frau Klebba eingeladen. Sie wird dann am Anfang der Veranstaltung von den Kindern zum Thema Kinderrechte interviewt.

Die Kinder bieten in den Lernstationen Aktivitäten an, die sie in ihren Schulen tagtäglich leben. Diese Aktivitäten sind alle mit den Prinzipien der Kinderrechte verbunden: Wir sind alle gleich und respektieren uns, wir beschützen uns gegenseitig und wenden keine Gewalt an, wir nutzen unser Recht auf Förderung und Bildung, wir beteiligen uns und übernehmen Verantwortung.

Es finden sieben Workshops zu den unterschiedlichen Aktivitäten statt, die alle mit den vier Prinzipien der Kinderrechte zu tun haben: Der Klassenrat, Power-Pause, Stopp, es reicht! Das ist meine Grenze, Konfliktlotsen, Schimpfwörter, die andere Menschen verletzen - Nein Danke!, Sprachbotschafter - Aufbruch im Quartier, wer bin ich? Wer sind wir?

Der Klassenrat. Beim Klassenrat geht es darum, dass Kinder Mitbestimmungsrechte in der Schule bekommen. Einmal in der Woche findet der Klassenrat statt. Wir lernen zu verhandeln, uns zu einigen und unsere Meinungen und Wünsche gegenüber den Mitschülern, den Lehrern und der Schule zu vertreten. Das wollen wir den anderen Kindern mit auf den Weg geben, so dass auch sie eine Stimme in der Schule bekommen.

Wer bin ich? wer sind wir? Ticken Mädchen und Jungen unterschiedlich? Was denken Jungen über Mädchen und umgekehrt. Wir respektieren uns in unserer Vielfalt! Wir achten Jungen und Mädchen auch dann, wenn sie sich nicht "typisch" verhalten. Wie können wir das machen? Das ist das Thema dieses Workshops.

Powerpause. Ein Parkour ist gut zum Auspowern während der großen Pause. Dadurch reagieren wir uns ab und können gelassen in schwierigen Situationen mit Anderen umgehen. In unserem Workshop wollen wir anderen Kindern zeigen, wie wir uns abreagieren und auspowern können und welche unterschiedlichen Tipps und Tricks es dafür gibt.

Konfliktlotsen. Konfliktlotsen sind Kinder, die durch eine Ausbildung gelernt haben, sich in Streitsituationen einzumischen und den Schülerinnen und Schülern zu helfen, den Streit zu schlichten. Hier geht es darum anderen Kindern nahezubringe, was es bedeutet, Konfliktlotse zu sein und wie man anderen helfen kann einen Streit beizulegen.

Stopp, es reicht! Das ist meine Grenze Mit Hilfe der Stopp-Regel haben Kinder die Möglichkeit einen Streit zu beenden oder andere darauf aufmerksam zu machen, wenn einem etwas zu viel wird. Bei der Stopp-Regel wird auf Gegengewalt verzichtet, so werden Konflikte friedlich gelöst. Wir möchten anderen Kindern die Stopp-Regel beibringen, so dass auch sie Konflikte ohne Gewalt lösen können oder eine Möglichkeit haben .

Schimpfwörter, die andere Menschen verletzen - Nein Danke! Gewalt beginnt in der Sprache. Bestimmte Schimpfwörter verletzen. Zum Beispiel: Du Jude!, Du Opfer!, Du schwule Sau!. Wir überlegen gemeinsam, wie wir den Gebrauch von Schimpfwörtern verhindern und uns dagegen wehren können.

Sprachbotschafter - Aufbruch im Quartier. Sprachbotschafter sind ältere Kinder, die in andere Klassen oder andere Schulen gehen um dort jüngeren Kindern in der Schule zu helfen. Manchmal brauchen die Jüngeren Hilfe bei den Aufgaben, manchmal wollen sie aber auch nur einfach reden oder lesen. Wir wollen, dass ganz viele Kinder Sprachbotschafter werden um anderen Kindern zu helfen. Denn jeder hat besondere Stärken, mit denen er oder sie Andere unterstützen kann.

Zu unserer Konferenz haben wir auch die Staatssekretärin Frau Klebba eingeladen. Sie wird dann am Anfang der Veranstaltung von den Kindern zum Thema Kinderrechte interviewt.Das Programm "Hands for Kids" wurde jetzt für alle Berliner Grundschulen gedruckt(mehr zum Programm)

Alle sollen am Ende noch einmal eine Stimme bekommen und darüber berichten, was sie mit dem Thema Kinderrechte verbinden. Wir wollen uns an diesem Tag besser kennenlernen, voneinander lernen und profitieren. So können wir unser Miteinander in der Schule noch wertschätzender und bunter gestalten. Mit dieser Konferenz haben sich die Kinder bei dem "JuniorBotschafter-Wettbewerb" beworben.