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Nachhaltigkeit. Bildung für

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE): BNE führt Umweltbildung und entwicklungspolitische Bildung (Globales Lernen) in ein Konzept zusammen. Auf der Basis des Grundsatzes der Agenda 21 „Global denken – lokal handeln“ werden Unterrichtsinhalte konzipiert, die an den Lebens- und Erfahrungswelten der Kinder und Jugendlichen ansetzen und sie davon ausgehend an globale Zusammenhänge und vernetzte Strukturen heranführen sollen. Zentral sind dabei die Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie, Soziales).

Dabei sind neue didaktische Ansätze notwendig, bei denen Schüler an der Gestaltung und Auswahl von Unterrichtsthemen beteiligt werden (partizipativer Unterricht) und lernen, allein (autonomes Handeln) oder gemeinsam mit anderen (Handeln in heterogene Gruppen) Lösungen im Sinne der nachhaltigen Entwicklung zu erarbeiten.

Ziel ist die Entwicklung von Gestaltungskompetenz, einem Kompetenzbündel, das Kinder und Jugendliche befähigt, komplexe Aufgaben und Probleme jetzt und in der Zukunft zu bewältigen.

Die Vereinten Nationen haben für die Zeit von 2005 bis 2014 eine Weltdekade der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ausgerufen (http://www.bne-portal.de). Auf nationaler Ebene wurde u. a. ein bundesweites fünf-jähriges Modellprogramm „21“ (Bildung für eine nach¬haltige Entwicklung) 1999 von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) ins Leben gerufen. Im August 2004 startete das vierjährige Folgeprojekt Transfer-21, in dem die erarbeiteten Konzepte und Erfahrungen an mindestens 10 % der Schulen in Deutschland auf breiter Basis eingeführt und in die schulische Regelpraxis integriert werden sollen.

Nachhaltige Entwicklung (NE): Die Diskussion, was genau unter dem Konzept NE zu verstehen ist, ist nicht abgeschlossen. Konsensfähig ist die bereits 1987 im so genannten Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung vorgeschlagene Definition, in der unter NE eine Entwicklung verstanden wird, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu ge¬fährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen. Die Forderung, diese Entwicklung dauerhaft zu gestalten, gilt für alle Länder und Menschen. Die Möglichkeiten kommender Generationen sind durch Umweltzerstörung ebenso gefährdet wie durch Umweltvernichtung durch Unterentwicklung in der Dritten Welt. Eine Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn sie dauerhaft umweltgerecht, sozial verträglich, wirtschaftlich tragfähig ist und die Mitbestimmung ge¬sellschaftlich wichtiger Gruppen fördert.

Medien: Literatur, Downloads, Links, Videos

Mehr zu Gestaltungskompetenz unter: www.transfer-21.de

Portal zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ausgerufen http://www.bne-portal.de